Healthcare IT der Zukunft

iSOFT hat sich mit der Ende 2009 gestarteten Eventreihe ideaworks dem besonderen Thema Innovation in der Healthcare-IT gewidmet. Einem exklusiven Publikum aus der Gesundheitsbranche wurden verschiedene visionäre Prototypen, die auf Standardtechnologien beruhen, zu hochaktuellen Themen vorgestellt. Mit dieser Veranstaltungsserie, die auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird, fördert iSOFT die gemeinsame Innovationskraft aller Akteure und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Nutzung von Technologie im medizinischen Alltag, die dabei hilft das Gesundheitswesen bezahlbar zu machen.

Unter den Schwerpunktthemen „Persönliche Krankenakte & Genomics“, „Semantic Web“ und „Human Machine Interface“ präsentiert iSOFT diese Innovationen nun auch auf der conhIT 2010 im exklusiven ideaworks Forum.
Persönliche Krankenakte & Genomics


Eine persönliche Krankenakte in Verbindung mit einer Genom-Analyse des Patienten bildet den
Mittelpunkt eines vernetzten Gesundheitswesens. Durch den Einbezug genetischer Informationen kann in Zukunft die gesamte Versorgung von der Diagnostik bis hin zur konkreten Behandlung entscheidend verbessert werden. Mögliche Erkrankungen können so bereits früh erkannt und Maßnahmen zur Behandlung noch vor dem Auftreten erster Symptome eingeleitet werden. Verbindet man diese Ansätze mit modernen Technologien, wie etwa dem Microsoft Surface mit Multitouch-Funktionalitäten, werden ganz neue Anwendungen möglich. Beispielsweise können die persönlichen Krankenakten der ganzen Familie bequem am Wohnzimmertisch, der gleichzeitig ein Kommunikationsterminal ist, bearbeitet und an die entsprechenden Ärzte weitergeleitet werden. Ein direkter Zugriff auf den Terminkalender des Hausarztes erleichtert allen Beteiligten die optimale Behandlungsplanung.

Semantic Web
Im Google-Zeitalter kann sich wohl keiner mehr vorstellen, ohne Suchmaschine auszukommen. Sieht
man sich aber die Fülle der Informationen an, die vor Allem im medizinischen Bereich existieren, stellt
sich sofort die Frage, wie diese Datenflut sinnvoll geordnet und genutzt werden kann?

Hier gilt es, Instrumente und Methoden zu entwickeln, mit denen Ärzte gezielt nach relevanten
Ergebnissen suchen können, die Ihre Diagnosen absichern helfen, die Behandlung der Patienten
erleichtern und gleichzeitig qualitätssichernd wirken. Aktuelle Suchmaschinen mit ihren üblicherweise
flachen und unspezifischen Ergebnislisten bringen den Informationssuchenden in den meisten Fällen
nicht weiter. Suchmaschinen der Zukunft müssen daher nicht mehr der reinen Syntax, also dem
konkreten Begriff, in einer Eingabe folgen, sondern semantisch orientiert sein.

Das sogenannte semantische Web steuert automatisch alle relevanten Datenquellen an und setzt
einzelne Informationen in Beziehung zueinander. Außerdem muss diese Anwendung in der Lage sein,
doppelte Ergebnisse herauszufiltern, die aktuellsten Informationen im Kontext zu erkennen sowie
konkrete Ergebnisse anhand ihrer Relevanz für die Suche zu konsolidieren. Zusätzlich muss die
Möglichkeit gegeben sein, Zwischenfragen einzubauen, um den Suchprozess genauer zu gestalten. Nur wenn diese Anforderungen erfüllt werden, ist die Voraussetzung geschaffen, wirklich strukturierte
Informationen zur Verfügung zu stellen, um den medizinischen Entscheidungsprozess zu unterstützen.

Human Machine Interface
Stellen Sie sich vor, der Chirurg steht in steriler Montur am OP-Tisch und plötzlich stellt sich die
Anatomie des Menschen anders dar, als der Arzt sie aufgrund von Röntgen- oder MRT-Bildern erwartet hatte. Kein alltäglicher Vorgang aber gerade deswegen von höchster Brisanz.

Um schnell reagieren zu können braucht es eine einfache Art des Zugriffs, um die relevanten
Patientendaten einsehen zu können. Der Griff zur Tastatur funktioniert nicht; Da die sterile Umgebung
des OPs nicht verunreinigt werden darf, muss dies ohne Berührung von Arbeitsflächen stattfinden.

Hierzu bieten sich bereits vorhandene Technologien wie Infrarotsensoren an, um die Verbindung zu den Informationssystemen herzustellen. Eingebaut z. B. in spezielle Handschuhe können Chirurgen sie nutzen, um berührungslos Daten aufzurufen. Durch das Zusammenführen von Zeigefinger und
Daumenspitze werden beispielsweise Mausklicks ausgelöst. Der Benutzer kann durch Patienten- und
Bilderlisten navigieren und einzelne Bilder auswählen. Ebenfalls ist ein beliebiges Ein- und Auszoomen möglich, um Einzelheiten besser bewerten zu können. Anwendungsfälle für solche Technologien sind aber nicht nur auf den Operationsbereich beschränkt, sondern können auf alle medizinischen Disziplinen übertragen werden.

Erfahren Sie mehr unter www.ideaworksforhealthcare.de.
 

15.04.2010

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