Notfallhilfe im Anflug

Drohne bringt Defibrillator zum Patienten

Mit erweiterten Genehmigungen der Zivilluftfahrtbehörde hat der schwedische Drohnenhersteller Everdrone die Möglichkeit, automatische Defibrillatoren (AED) per Drohne direkt zum Patienten zu transportieren und so Menschen mit Herzstillstand oder Kammerflimmern zu helfen.

Der Anbieter kündigt an, bis zu 200.000 Menschen auf diese Weise im Notfall erreichen zu können. Die sechsmotorige Drohne wird per GPS geleitet. Zusätzlich sind Sensoren an Bord, die redundant den Kurs halten. So kann die Drohne auch an Stellen landen, an die kein GPS-Signal dringt, etwa zwischen eng stehenden Hochhäusern. Bei den Sensoren handelt es sich um eine Stereo-Kamera für die Erfassung der Umgebung, ein Landesystem, das den Untergrund analysiert, eine Kennung, wie sie auch Verkehrsflugzeuge nutzen und ein Mobilfunksystem.

Nach der Lieferung wird der Defibrillator aufgesammelt, um lebensrettende...
Nach der Lieferung wird der Defibrillator aufgesammelt, um lebensrettende Maßnahmen einzuleiten, während ein Notarzt auf dem Weg ist

Bildquelle: Everdrone/Mats Sällström

"Die Ausweitung unseres Dienstes ist ein entscheidender Meilenstein. Dass wir diese Berechtigungen bekommen haben, ist ein Beweis dafür, dass unsere Technologie skalierbar ist und dass unser Regulierungsmodell funktioniert. Durch unsere Zusammenarbeit mit den schwedischen Behörden setzen wir nicht nur einen neuen Standard für sichere autonome Drohnenoperationen außerhalb des Sichtfeldes, sondern gehen auch im Notfall neue Wege", so Everdrone-CEO Mats Sällström. Die Drohnen seien eine Überbrückung, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen. Im Falle eines Herzstillstands außerhalb des Krankenhauses verringert sich die Überlebenschance mit jeder Minute nach dem Kollaps um zehn Prozent.

Everdrone hat mit der Lieferung von leichtgewichtigen Objekten zwischen den drei großen Krankenhäusern Göteborgs, etwa von Blutkonserven und Laborproben, begonnen. Hier spielt die Zeit oft eine wichtige Rolle. Der Transport auf der Straße dauert meist länger, oft sogar sehr viel länger, wenn er zu Hauptverkehrszeiten stattfinden soll. Das Antwerpener Unternehmen Safir Med bereitet ein ähnliches System vor. Unter anderem soll es im Raum Aachen - Maastricht - Lüttich eingesetzt werden, um etwa Gewebeproben zu transportieren. Diese könnten dann noch während einer OP analysiert werden, sodass die Chirurgen schnell reagieren können, wenn sich ein Verdacht auf Krebs erhärtet.


Quelle: Everdrone/pressetext

07.04.2021

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