Bettensensoren für Kapazitäts-Transparenz und automatische Reinigungssteuerung

Bildquelle: Stiegelmeyer/simplinic

"Smarte" Klinikbetten

Bettensensoren für Kapazitäts-Transparenz und automatische Reinigungssteuerung

Der Bettenhersteller Stiegelmeyer und das Berliner Softwareunternehmen simplinic präsentieren ein neuartiges Bettenmanagementkonzept für das Smart Hospital.

Belegungsstatus und Ort der Betten werden automatisch durch Sensoren in Echtzeit übermittelt und in einer Software verarbeitet. Freie Betten können überall im Krankenhaus vollautomatisch lokalisiert werden. Dadurch ersetzen Live-Daten die bisherige aufwändige „Mitternachtsstatistik“ zur Belegung. Folgeprozesse wie die bedarfsgerechte Zimmerreinigung werden automatisch ausgelöst. Im Sana Klinikum Duisburg befinden sich erste Betten im Echtbetrieb.

An der Belegung hängen viele Folgeprozesse. Auch die Mitternachtsstatistik wird überflüssig

Steffen Geyer

Stiegelmeyer und das IoT-Softwareunternehmen simplinic stellen ein neuartiges, gemeinsam entwickeltes Bettenmanagementkonzept vor. Sensoren im Bett übermitteln per Bluetooth, ob ein Bett belegt ist oder nicht. Auch der Standort eines Bettes wird in Echtzeit lokalisiert. Diese Live-Daten vereinfachen die Suche nach einem geeigneten Bett erheblich. Gerade dann, wenn Case Manager oder Belegungsmanager nicht im Dienst sind – etwa nachts oder am Wochenende –, erleichtert dies die Weiterverlegung aus der Notaufnahme und entlastet das Personal spürbar. „Unsere Sensoren ermöglichen eine echte Prozessrevolution im Krankenhaus“, so Gunter Röper, CMO bei Stiegelmeyer. „Jetzt ist es endlich möglich, Live-Daten über verfügbare Bettenkapazitäten abzurufen.“ Über Belegung und Standort hinaus übermitteln die Sensoren künftig auch Informationen über den technischen Zustand des Bettes, um Wartung oder Reparatur effizienter zu planen. Die Krankenhausbetten von Stiegelmeyer werden künftig ab Werk mit Sensorik angeboten. Kunden, die bereits Modelle wie das Evario im Einsatz haben, können ihr Bett jederzeit nachträglich mit Sensoren ausstatten.

„An der Belegung hängen viele Folgeprozesse“, erklärt Steffen Geyer, Gründer von simplinic. „Auch die Mitternachtsstatistik wird überflüssig.“ Über die Dauer der Belegung können Folgeprozesse automatisch gesteuert werden, um Kosten zu sparen. So erfolgt die Unterhaltsreinigung der Patientenzimmer nur anhand der tatsächlichen Belegung und spart damit Kosten im Vergleich zur Turnusreinigung, die meist völlig unabhängig von der tatsächlichen Klinikauslastung erfolgt. Auch die Intensität der Reinigung kann abhängig von der Dauer und Häufigkeit der Belegung automatisch gesteuert werden. Analysen liefern je Einzelbett Auskunft darüber, wann welches Bett wo gereinigt wurde.


Quelle: Stiegelmeyer/simplinic

25.06.2021

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