Projekt SEPTOMETER

Sepsis-Früherkennung durch POC-Diagnostik

pixabay

Eine Blutvergiftung und deren Verlauf aus einer Blutprobe zu diagnostizieren, ist das Ziel des vom BMBF geförderten Verbundprojekts SEPTOMETER. Dabei erforschen die beteiligten Partner die kostengünstige Detektion von Biomarkerkandidaten, die in Zukunft an kritischen Stellen in der Sepsis-Früherkennung und -Behandlung eine wichtige Rolle spielen könnten.        

Die Häufigkeit einer Blutvergiftung hat sich in den Industrieländern in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Alle fünf bis sechs Sekunden verstirbt ein Mensch daran. Allein Deutschland zählt jährlich 70 000 Todesfälle. Die Sepsis stellt mit direkten und indirekten Kosten von zwölf Milliarden Euro pro Jahr auch eine gesundheitsökonomische Herausforderung dar. Die frühzeitige Unterscheidung einer Sepsis von anderen Erkrankungen mit ähnlichen klinischen Symptomen und die schnelle Kontrolle des Therapieerfolgs sollen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation führen.

Dafür wollen die Partner die Grundlagen für ein multiplexes Point-of-Care-Testsystem erforschen, das die Diagnose einer Sepsis und deren Verlauf aus einer Blutprobe ermöglicht. Um das erklärte Ziel des Projekts SEPTOMETER zu erreichen, werden neue, spezifische Antikörper gegen verschiedene humane Metabolite und Proteine evaluiert. Diese sollen die Grundlage für ein neuartiges, multiplexes Testsystem sein. Im Projekt wird der Einsatz kostengünstiger Sensoren erforscht, um die mit Partikeln markierten Analyten einfach und quantitativ nachzuweisen. Parallel zu den Antikörpern und zum Testsystem wird die Eignung der Biomarker in einer klinischen Studie untersucht. Die Ergebnisse der Studie fließen als Bezugsgröße in das Design des Testsystems ein und gewährleisten so dessen klinische Anwendbarkeit.

Steckbrief
Projekttitel: »SEPTOMETER – Früherkennung der Sepsis und der schweren Sepsis bei Patienten mit SIRS durch Point of Care Diagnostik«
Projektpartner: Fraunhofer IPA, Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie; Mediagnost – Gesellschaft für Forschung und Herstellung für Diagnostika GmbH (Projektleitung); Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
Assoziierter Partner: Ditabis AG
Laufzeit: 1.11.2016 bis 31.10.2019
Fördermittel: 1 523 000 €
Fördermittelgeber: Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF

Quelle: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

31.10.2017

Mehr aktuelle Beiträge lesen

Verwandte Artikel

Photo

Neues Verfahren

Schwere Virusinfektionen vor Stammzelltransplantation behandeln

Die Transplantation blutbildender Stammzellzellen eröffnet heutzutage zahlreichen Kindern und Jugendlichen, die unter einer malignen hämatologischen Erkrankung oder einer angeborenen Störungen der…

Photo

Antikörper im Nervenwasser

Multiple Sklerose: Möglicher Biomarker gefunden

Der Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose (MS) ist sehr unterschiedlich und ein verlässlicher Biomarker, der die Entwicklung der Behinderung vorhersagt, fehlt bisher. Eine Arbeitsgruppe an der…

Photo

Was steckt dahinter?

Leukämie: Rückfälle nach Immuntherapie

Welche genetischen Veränderungen dazu führen, dass es bei der Knochenmarkstransplantation zu Rückfällen kommt, weil Effektorzellen versagen, hat eine internationale Forschergruppe unter…

Verwandte Produkte

Eppendorf - Mastercycler nexus X2

Research use only (RUO)

Eppendorf - Mastercycler nexus X2

Eppendorf AG
KABE Labortechnik – Consumables for pathology / histology

Histology Equipment

KABE Labortechnik – Consumables for pathology / histology

KABE LABORTECHNIK GmbH
SARSTEDT - Low DNA Binding Micro Tubes

Research use only (RUO)

SARSTEDT - Low DNA Binding Micro Tubes

SARSTEDT AG & CO. KG
SARSTEDT - Microvette - Capillary Blood Collection

Blood collection

SARSTEDT - Microvette - Capillary Blood Collection

SARSTEDT AG & CO. KG
SARSTEDT - S-Monovette - Venous Blood Collection

Blood collection

SARSTEDT - S-Monovette - Venous Blood Collection

SARSTEDT AG & CO. KG