
Bildquelle: DRG
News • Röntgenkongress in Leipzig und online
RÖKO 2026 blickt auf „grenzenlose“ Radiologie
Unter dem Motto „Radiologie grenzenlos“ ist der Deutsche Röntgenkongress (RÖKO 2026) gestartet. Der traditionsreiche Fachkongress der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) – gemeinsam veranstaltet mit der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) – verbindet auch in diesem Jahr digitale Fortbildung mit persönlichem Austausch.
Bis zum 20. Juni stehen bei RÖKO Digital wöchentliche Online-Fortbildungsangebote auf dem Programm. Vom 13. bis 15. Mai findet zudem im Congress Center Leipzig (CCL) der Präsenzkongress (RÖKO Leipzig) statt. Der Kongress bietet wissenschaftliche Sitzungen, praxisnahe Fortbildung und interdisziplinären Dialog. Er richtet sich an Radiologinnen und Radiologen, Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR), Studierende sowie an Partnerdisziplinen der Radiologie.
Wir wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Debatten anstoßen
Bettina Baeßler
Mit dem Motto „Radiologie grenzenlos“ möchte das Kongresspräsidium mit Prof. Dr. Saif Afat, PD Dr. Bettina Baeßler und PD Dr. Daniel Pinto dos Santos die Offenheit und Dynamik des Fachs sichtbar machen. Radiologie überschreitet heute viele Grenzen – zwischen Diagnostik und Therapie, zwischen Klinik und Praxis sowie zwischen Medizin, Technologie und Gesellschaft. „Radiologie ist ein Fach, das Brücken schlägt – zwischen Disziplinen, Technologien und Perspektiven“, sagt Prof. Dr. Saif Afat, Kongresspräsident des RÖKO 2026. „Der Röntgenkongress zeigt, wie vielfältig und innovationsgetrieben die Radiologie heute arbeitet.“
Auch das Programm greift diese Perspektiven auf. Der Eröffnungsvortrag des Molekularbiologen und Science-Busters Martin Moder setzt einen inspirierenden Auftakt. Diskussionsformate wie „Die steile These“ greifen bewusst kontroverse Fragestellungen auf – etwa zur Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Medizin oder zu zukünftigen Entwicklungen der CT-Technologie.
„Wir wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Debatten anstoßen“, erklärt PD Dr. Bettina Baeßler. „Formate wie die ‚Steile These‘ eröffnen neue Perspektiven auf zentrale Fragen der Radiologie.“Weitere Programmpunkte wie „Rockstars of Radiology“ richten den Blick auf Persönlichkeiten und Entwicklungen der radiologischen Community – von den Wurzeln des Fachs bis zu den Ideen der nächsten Generation.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Interventionellen Radiologie. Mit dem erstmals angebotenen DeGIR-Campus erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Erlebnis- und Fortbildungsprogramm rund um moderne bildgeführte Therapien. Simulator-Trainings, Kurzvorträge, Fallvorstellungen im IR-Kino sowie Sessions zu Themen wie „IR meets AI“ geben praxisnahe Einblicke in interventionelle Verfahren. „Die Interventionelle Radiologie steht beispielhaft für die Bandbreite unseres Fachs – von der Diagnostik hin zur minimal-invasiven Therapie“, sagt PD Dr. Daniel Pinto dos Santos. „Mit dem DeGIR-Campus bietet die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie eine Plattform, um diese Vielfalt der Radiologie praxisnah zu vermitteln.“
Der Deutsche Röntgenkongress richtet sich an alle Berufsgruppen der radiologischen Versorgung. Neben ärztlichen Fachthemen umfasst das Programm auch ein umfangreiches Fortbildungsangebot der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (DGMTR).Für MTR besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen des Kongresses ein Modul für die Zertifizierung zur „Fachkraft Interventionelle Radiologie“ zu absolvieren. Eine umfangreiche Industrieausstellung, in denen technische Neuheiten präsentiert werden, rundet das Angebot ab.
Der 107. Deutsche Röntgenkongress kombiniert digitale Fortbildung mit persönlichem Austausch vor Ort.
- RÖKO Digital (11. März – 20. Juni 2026) bietet in der Regel mittwochs, donnerstags und samstags Online-Fortbildungen zu einem breiten Spektrum radiologischer Themen.
- Der RÖKO Leipzig (13. – 15. Mai 2026) lädt im Congress Center Leipzig zum persönlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen der Radiologie ein – mit wissenschaftlichen Vorträgen, interaktiven Formaten, Workshops und einer Industrieausstellung.
Gemeinsam bilden beide Formate ein abgestimmtes Kongresskonzept – und zeigen, wie Radiologie grenzenlos gedacht und gestaltet werden kann.
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft
12.03.2026



