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Influenza-Prävention

Grippeimpfung: Was Geriater Hausärzten bei älteren Patienten jetzt raten

Wir sind mitten in der kalten Jahreszeit – und damit inmitten der Grippe-Saison. Insbesondere für ältere Menschen bietet sich hier eine spezielle Schutzimpfung an.

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Dr. Anja Kwetkat ist Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der DGG-AG Impfen.
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Die Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) rät Hausärzten, sich speziell mit den Impf-Anforderungen dieser Zielgruppen auseinanderzusetzen. „Hausärzte stehen hier häufig vor der Frage, welcher Impfstoff der hilfreichste ist. Das Alter und die Multimorbidität des Patienten spielen dabei eine große Rolle“, sagt Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der AG Impfen. „Zudem wurde gerade von der Ständigen Impfkommission eine neue Influenza-Impf-Empfehlung publiziert.“

Aktuell sind drei Impfstoffe verfügbar: ein 3-fach-Impfstoff, ein wirkverstärkter 3-fach-Impfstoff und ein 4-fach-Impfstoff. Alle diese Impfstoffe schützen gegen beide Influenza-A-Stämme, die 3-fach-Impfstoffe noch gegen einen weiteren Influenza-B-Stamm und der 4-fach-Impfstoff gegen beide Influenza-B-Stämme. Der 4-fach-Impfstoff wurde bislang von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut nicht empfohlen. „Das soll sich nun ändern. Nachdem unter anderem auch wir als Arbeitsgruppe der DGG vermehrt und deutlich auf die Wirksamkeit hingewiesen haben, hat die STIKO nun auch eindeutig Stellung bezogen. Das ist ein wichtiger Erfolg“, sagt Kwetkat.

Alles zum richtigen Zeitpunkt: Impfen lohnt sich auch noch zum Jahreswechsel

Die Kommission hat Ende 2017 ihre Influenza-Impfempfehlung präzisiert und empfiehlt künftig für die Impfung gegen saisonale Influenza einen quadrivalenten Influenza-Impfstoff. Diese neue Empfehlung gilt für alle Personen, für die die saisonale Influenza-Impfung von der STIKO empfohlen wird. Unklar ist aber noch, ob der quadrivalente Impfstofftyp als Pflichtleistung in die Schutzimpfungsrichtlinie aufgenommen wird. Nach wie vor bezieht die STIKO jedoch keine Stellung zu den wirkverstärkten Influenza-Impfstoffen. „Grundsätzlich gilt: Je älter und fragiler ein Mensch ist, desto sinnvoller ist es, einen wirkverstärkten 3-fach-Impfstoff zu verwenden“, erklärt Kwetkat. Die Daten des Robert Koch Institutes zeigen, dass diese Gruppe vorrangig vom Influenza Virusstamm A(H3N2) bedroht ist, so dass eine bessere Wirksamkeit gegen diesen Stamm für diese Patientengruppe von besonderer Relevanz ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich die STIKO in Zukunft auch hier positioniert.

Auch der Zeitpunkt der Impfung sollte bei älteren Menschen ein anderer sein: Da die Wirkung mit fortschreitendem Alter weniger lang anhält, ist eine spätere Impfung sinnvoll. „Da die Hauptsaison der Influenza in den vergangenen Jahren im Februar und März lag, reicht bei dieser Patientengruppe eine Impfung im Zeitraum Ende Oktober bis Anfang November. Wer sich bis zum Jahreswechsel noch nicht hat impfen lassen, sollte dies jetzt trotzdem noch beim Arzt nachholen“, sagt die Impf-Expertin Kwetkat.

Aktuelle Impf-Empfehlungen erhalten Hausärzte auf der Webseite der DGG-Arbeitsgruppe Impfen. Die AG hat die aktuellen STIKO-Impfempfehlungen unter geriatrischen Gesichtspunkten zusammengestellt: STIKO-Impfempfehlungen 2017/18 für 60-Jährige und Ältere


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

19.01.2018

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