CT für COVID-19-Nachweis: erste Ergebnisse sind vielversprechend

Bildquelle: Jin, Y., Cai, L., Cheng, Z. et al., COVID19CTPneumonia, CC BY-SA 4.0

Bildgebungs-Studie

CT für COVID-19-Nachweis: erste Ergebnisse sind vielversprechend

Eine Studie, bei der 191 Patienten mit Verdacht auf COVID-19 standardisiert mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Thorax-CT untersucht wurden, hat in Fachkreisen bereits erstes Interesse geweckt. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor.

Die Studie wurde durchgeführt von der COVID-19-Arbeitsgruppe der Uniklinik RWTH Aachen unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christiane Kuhl, Klinikdirektorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, in Kooperation mit der Klink für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, der Zentralen Notaufnahme, der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin und dem Labordiagnostischen Zentrum – alle Uniklinik RWTH Aachen – sowie der Radiologie am Krankenhaus Düren. Die ersten Ergebnisse des regionalen COVID-19-Bildgebungs-Register Aachen (COBRA) wurden jetzt im Ärzteblatt veröffentlicht.

Für den parallelen Einsatz der ND-CT spricht, dass die CT-Ergebnisse weit schneller verfügbar waren als die Abstrichergebnisse

Maximilian Schulze-Hagen

Dies ist die erste europäische, bizentrische Studie, die konkrete Ergebnisse für die Testgenauigkeit von CT und PCR bei COVID-19 präsentiert – mit vielversprechenden Ergebnissen für beide Verfahren: Die sogenannte Native Niedrigdosis-Computertomografie (ND-CT) kann COVID-19 bei Patienten mit klinischen Symptomen mit einer zum Abstrich vergleichbaren Sensitivität nachweisen und von anderen Erkrankungen derselben klinischen Symptomatik mit hoher Spezifität unterscheiden. „Für den parallelen Einsatz der ND-CT spricht, dass die CT-Ergebnisse weit schneller verfügbar waren als die Abstrichergebnisse,“ so Dr. Maximilian Schulze-Hagen (Autor der Publikation). „Dies war insbesondere in den Hochprävalenzzeiten der Pandemie von Bedeutung. Zudem lassen sich mithilfe der ND-CT falsch-negative Abstrichergebnisse korrigieren.“

Bei rund der Hälfte der testnegativen ND-CT zeigten sich pathologische Lungenbefunde, die von den COVID-19-assoziierten Lungenveränderungen korrekt unterschieden wurden. Somit liefert die ND-CT unabhängig von den Testverfügbarkeitsaspekten auch hilfreiche zusätzliche diagnostische Informationen für die weitere Behandlungsplanung.


Quelle: Uniklinik RWTH Aachen

23.06.2020

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