Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen zu 2019-nCoV

Expertenrat: Keine Panik vor dem Coronavirus

Wegen der Berichterstattung über das Coronavirus gehen aktuell zahlreiche Anrufe besorgter Bürger in der Telefonzentrale, in Ambulanzen und auch in den Notaufnahmen vieler Universitätskliniken ein. Diese Anrufe beeinträchtigen zunehmend den alltäglichen Betrieb dieser Einrichtungen.

Daher weist das Universitätsklinikum Erlangen auf folgende Informationen hin: Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben (z.B. in Wuhan, China) oder Personen, die Kontakt mit einer an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten, und innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollten ihre Ärztin oder ihren Arzt anrufen und das weitere Vorgehen zunächst telefonisch besprechen. Vom Hausarzt diagnostizierte Verdachtsfälle werden dann von diesem an das Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt leitet den Test auf das Coronavirus in die Wege, z.B. am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), und legt das weitere Vorgehen fest.

coronavirus illustration
Illustration des neuen Coronavirus (2019-nCoV), der zuerst im chinesischen Wuhan aufgetreten ist.

Bildquelle: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)/Alissa Eckert, MS

Eine genaue Falldefinition des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist unter diesem Link zu finden.

Personen, die keine der oben genannten typischen Krankheitszeichen haben, aber trotzdem besorgt sind, weil sie sich eventuell angesteckt haben könnten, informieren sich zunächst über das RKI oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auf den Homepages werden auch Handlungsempfehlungen zum Schutz vor dem Virus gegeben. Sollten dann noch weitere Fragen offenstehen, gibt es eine Hotline beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter Tel.: 09131 68085101.

Wichtige Aufgabe des Uniklinikums ist es, Patienten bestmöglich zu versorgen. Das Klinikum ist darauf vorbereitet, erkrankte Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, im Verdachtsfall auf das Coronavirus zu testen. Ein Test ohne Einweisung durch einen Hausarzt ist nicht möglich, auch nicht für Selbstzahler. Sollte ein Patient an dem Coronavirus lebensbedrohlich erkrankt sein, kann er am Uniklinikum mit allen Möglichkeiten der modernen Medizin bestmöglich und ohne Gefährdung für Personal oder andere Patienten versorgt werden.


Quelle: Universitätsklinikum Erlangen

31.01.2020

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