Umfrage unter Medizinstudenten

So muss sich der Klinikalltag verändern (wenn es nach Nachwuchs-Medizinern geht)

Der Klinikalltag wird sich in Zukunft verändern müssen. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Generationenforschung in Zusammenarbeit mit dem Jungen Forum der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) sowie der Universität Tübingen und der Universität Bonn.

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Junge Medizinierin (Symbolfoto): Der medizinische Nachwuchs hat eigene Vorstellungen davon, wie ihre Arbeitsumgebung künftig aussehen soll

Bildquelle: Pexels/Anthony Shkraba

So sehnen sich die künftigen Medizinstudenten etwa nach einem Arbeitsalltag mit Regelarbeitszeiten. Die Anzahl der niedergelassen Ärzte ist seit Jahren rückläufig und könnte künftig ein großes Problem darstellen, da derzeit nur etwa drei von zehn Ärzten eine eigene Praxis haben. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen, dass sich fast die Hälfte der Medizinstudenten später eine eigene Praxis vorstellen können.

Starre Klinik-Hierarchien treffen bei der jüngeren Generation oft auf Unverständnis: Jeder fünfte Befragte findet das Konzept des Chefarztes nicht mehr zeitgemäß, für die Hälfte der 25- bis 35-jährigen Medizinstudenten ist eine Position als Chefarzt keine Option mehr.

Je jünger die Befragten, desto höher sind ihre Ansprüche an einen abwechslungsreichen und sinnerfüllenden Arbeitsplatz. Zudem möchten die Befragten im Durchschnitt 30% weniger arbeiten, als es zurzeit gängiger Medizineralltag ist. Die Freizeit sollte nicht zu kurz kommen. Über die Hälfte der 25- bis 35- jährigen Medizinstudenten sind nur in äußersten Notfällen bereit, auch in dienstfreier Zeit erreichbar zu sein.

Nur 3% der Befragten können sich eine Arbeit im Drei-Schicht-Betrieb auf unbegrenzte Zeit vorstellen.


Quelle: Institut für Generationenforschung

11.05.2021

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