Politik kann Innovations-Bedingungen für Medizintechnik-Unternehmen verbessern

Das Innovations-Klima für die deutsche Medizintechnik-Industrie kann durch politische Unterstützung spürbar verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichen Studie des Büros für Technologiefolgenabschätzung des Deutschen Bundestags (TAB) im Auftrag des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (BT-Drucksache 17/3952).

Dr. Tobias Weiler
Dr. Tobias Weiler
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Dr. Tobias Weiler

Der Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS begrüßt diese Studie und bietet seine Unterstützung bei der Umsetzung der Empfehlungen an. „Die Studie stützt wesentliche Forderungen und Anregungen, die wir in der Vergangenheit gegeben haben. Bei der Umsetzung dieser Vorschläge bieten wir uns gerne als Dialogpartner an “, sagte SPECTARIS-Geschäftsführer Tobias Weiler. So hatte der Verband in der Vergangenheit immer wieder eine fehlende Koordinierung der Innovations- und Forschungspolitik zwischen den beteiligten Bundesministerien für Gesundheit, für Wirtschaft und Technologie und für Bildung und Forschung bemängelt. Das TAB schlägt dazu eine Stärkung des Arbeitsstabes Gesundheitswirtschaft beim Bundeswirtschaftsministerium vor.

Die im Zulassungsverfahren für Medizinprodukte notwendigen klinischen Prüfungen sind in ihrer jetzigen Form von vielen Unternehmen und SPECTARIS als innovationshemmend bezeichnet worden. Beklagt werden vor allem die lange Dauer, hohe Kosten bei unsicheren Erfolgsaussichten sowie die Probleme bei der Findung geeigneter Partner. Nach Auffassung des TAB sollten die Hersteller hier mit geeigneten Maßnahmen unterstützt werden. Zusätzlich empfehlen die Autoren der Studie die Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Klinische Studien mit Medizinprodukten“, in der für die Medizintechnik angepasste Methoden für klinische Studien entwickelt werden sollen.

Die vom TAB ebenfalls vorgeschlagene größere Transparenz bei förderpolitischen Entscheidungen war bereits ein Kernpunkt einer von SPECTARIS beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2009 in Auftrag gegebenen Studie. Der Verband unterstützt diesen Vorschlag ebenso wie die empfohlene verbesserte und integrierte Information zu den Fördermöglichkeiten. „Die Forschungsförderung praxis- und anwenderbezogen auszugestalten und mögliche Markteinführungsstrategien einzubinden, ist notwendig und verbessert vor allem die Fördermöglichkeiten für die vielen mittelständischen Unternehmen in der Medizintechnik“ unterstrich Tobias Weiler.

 

Die TAB-Studie steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: http://www.spectaris.de/uploads/tx_ewsartikel/TAB_Studie.pdf

26.01.2011

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