Kältechirurgie bringt Keloid-Patienten die ersehnte Hilfe

Prof. Yaron Har-Shai, Haifa, präsentierte einem ausgewählten Kreis von Medizinern seine neue Methode der intraläsionalen Cryochirurgie für Keloid-Patienten.

Kältebehandlung von Keloiden mit der CryoShape Nadel, vor der Behandlung und...
Kältebehandlung von Keloiden mit der CryoShape Nadel, vor der Behandlung und nach 6 Monaten. Quelle: "obs/Lichtblick GmbH"

In einem Gastvortrag unterstützte der weltweit anerkannte Spezialist für cryotherapeuthische Behandlungsverfahren, Prof. Christos Zouboulis vom Klinikum Dessau, die Einführung dieser neuen Methode. Dr. Stromps vom Klinikum in Aachen präsentierte erfolgreiche Behandlungen.  

Keloide sind nicht selten vorkommende Wucherungen, die bei der Wundheilung entstehen und Narben stark vergrößern. In letzter Zeit sind vor allem jüngere Patienten mit Piercings betroffen. Die Keloide werden lokal anästhesiert, dann wird eine Spezialnadel durch das Keloid gezogen, durch die flüssiger Stickstoff hindurchfließt und damit das Keloid von seinem Zentrum her erfrieren lässt.

Die Vorteile dieser erstmals in Deutschland präsentierten Methode: durch die Erfrierung von innen nach außen wird die äußere Hautschicht geschont und das Zentrum, das bei anderen Behandlungsformen meist weiter existiert, wird zerstört. Dies verhindert erneutes Auftreten der Wucherung und die Patienten sind bereits nach 1 Woche die Beschwerden los, die ihr Leben bis dahin bestimmt haben: ständiger Juckreiz und Schmerzen. Das verbesserte reduzierte Aussehen des Keloids stellt sich in einem Zeitraum von 6 Monaten ein.

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19.01.2012

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