DGIM Kongress

Ausstellung zur Rolle der DGIM im „Dritten Reich“

Nach dem Krieg konnten einzelne Ärzte aus den Reihen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) wieder weitgehend unbehelligt praktizieren, obwohl sie sich in der NS-Zeit schuldig gemacht hatten. Dies ist eines der Ergebnisse der Untersuchungen der DGIM zu ihrer Vergangenheit. Mit der Rolle der Fachgesellschaft, ihrer Akteure und Mitglieder, in der Zeit des Nationalsozialismus, befasst sich eine Ausstellung anlässlich des 121. Internistenkongresses in Mannheim. Bei der Vorab-Pressekonferenz am 16. April 2015 erläutern Vertreter der Fachgesellschaft und beteiligte Historiker Hintergründe der Ausstellung und was die Besucher erwartet.

Photo: Ausstellung zur Rolle der DGIM im „Dritten Reich“

Der bevorstehende Internistenkongress bietet Besuchern Einblick in erste Ergebnisse der Nachforschungen der Historiker zur DGIM in der Zeit des Nationalsozialismus: Die Ausstellung dokumentiert Schicksale verfolgter Mitglieder der DGIM und Oppositioneller. Sie belegt auch Medizinverbrechen, an denen Ärzte aus den Reihen der Fachgesellschaft beteiligt waren.

Bei der Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 121. Internistenkongresses am 16. April in Mannheim informieren Vertreter der Fachgesellschaft und die beteiligten Historiker über die Ausstellung beim 121. Internistenkongress und ihre Hintergründe.

 

Terminhinweise:

Vorab-Pressekonferenz der DGIM
Donnerstag, 16. April 2015, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Dorint Kongress Hotel, Raum Johann Sebastian Bach (Bitte für die Vorab-Pressekonferenz den Eingang des Dorint-Hotels nutzen.)
Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der NS-Zeit
Ausstellung während des 121. Internistenkongresses in Mannheim
18. – 21. April 2015, täglich ab 11.30 Uhr im Congress Center Rosengarten, Mozartsaal

 

Themen und Referenten:

Der 121. Internistenkongress: Molekulare Prinzipien der Inneren Medizin – Aufbruch in eine neue Ära?
Professor Dr. med. Michael Hallek
Vorsitzender der DGIM 2014/2015, Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln

Warum sich die DGIM systematisch mit ihrer Geschichte befasst und was sie daraus lernt
Professor Dr. med. Dr. h. c. Ulrich R. Fölsch
Generalsekretär der DGIM, Kiel

Die DGIM in der NS-Zeit: Eine Ausstellung im Rahmen des 121. Internistenkongresses
Privatdozent Dr. phil. Ralf Forsbach
Medizinhistorisches Institut, Universität Bonn

Schwerpunkte und Ziele des Forschungsprojekts zur Geschichte der DGIM 1933 bis 1980
Professor Dr. phil. Hans-Georg Hofer
Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster

Der erste Internistenkongress in Mannheim – nicht nur wissenschaftlich ein Aufbruch in eine neue Ära?
Maximilian Guido Broglie
Geschäftsführer der DGIM, Wiesbaden
 

Quelle: Pressemitteilung DGIM

 

15.04.2015

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