BMBF-Förderung

Hightech-Strategie gegen resistente Erreger

Mit weltweit 2,2 Milliarden Infizierten ist die Tuberkulose (TB) die weltweit am weitesten verbreitete bakterielle Infektion des Menschen. Massiv erschwert wird ihre Behandlung durch die Zunahme therapieresistenter Erregerstämme. Antibiotikaresistenzen bakterieller Krankheitserreger haben in den letzten Jahren weltweit bedrohliche Ausmaße angenommen. Vor diesem Hintergrund wurde BMBF-Programm "Förderung von Diagnostika und neuartigen Therapien zur Behandlung bakterieller Infektionen" eingerichtet. Eingebettet in die Hightech-Strategie und das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung soll dieses Programm ermöglichen, aktuelle Forschungsergebnisse in innovative Produkte umzusetzen und diese in die klinische Anwendung zu bringen.

Tuberkulintest
Massiv erschwert wird die Behandlung von Tuberkulose durch die Zunahme therapieresistenter Erregerstämme.
Quelle: pixabay

Als Teil eines Konsortiums hochkarätiger deutscher Forschungseinrichtungen - dem Leibniz-Forschungszentrum Borstel, Karlsruhe Institut für Technologie, Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin Hannover, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung Saarbrücken, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - wird die Rodos Biotarget GmbH nanomedizinische Therapieansätze zunächst am Beispiel der Lungentuberkulose (TB) entwickeln, welche als Inhalationstherapie geeignete Wirkstoffe gezielt in die infizierten Lungenzellen und damit direkt in die dort residenten TB-Erreger einschleusen können. Das Behandlungsprinzip mit solchen Nanotransportern könnte sich mittelfristig auch für die Behandlung diverser anderer Krankheiten entwickeln und anbieten lassen. Als einziges am Konsortium beteiligtes privates Unternehmen, dass auch eigene Mittel in das Projekt investiert, wird Rodos Biotarget die kommerzielle Verwertung des erzielten Therapieansatzes vornehmen.


Quelle: pressetext

16.10.2017

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